04 November 2007

Gib mir das Gefühl zurück...


Ich dachte eigentlich, dass mit dem Verlassen des Teenie- und Jugendalters das Gefühl des Ende-der-Freizeit-Lochs sich endgültig verändert hat. Früher war es doch so, dass man plötzlich allein zuhause gesessen hat und irgendwie die halbe Welt, zumindest aber die Freizeit-Teilnehmer und -Mitarbeiter schmerzlich vermisst hat und dass einfach niemand dieses Loch so wirklich stopfen konnte.
Tja, im "Jungen-Erwachsenen-Alter" hat man dann irgendwann eine Freundin oder Frau gehabt oder war zumindest so abgeklärt, dass man da drüber stand.

Und nun ist es wieder passiert, wir waren mit unseren Teenies im Forsthaus und nun sitze ich hier und setze den Entschluss um, den ich während der Fahrt getroffen habe: Hierüber zu schreiben.

Dies war eine der genialsten (wenn nicht sogar wirklich die allerbeste) Freizeit, an der ich teilgenommen habe. Auch wenn das jetzt sehr unbescheiden ist, da ich sie mit geleitet habe. Aber so intensive und tiefgehende Begegnungen... WOW!

Aber fangen wir mal ganz vorne an: Die Freizeit haben wir im Frühjahr gebucht und im Sommer geplant, nicht wissend, was bis dahin alles passieren sollte. Dass knapp 2 Wochen vorher Kirstens Mutter mit dem Tod ringen würde, dass wir kaum einen Kopf für die Vorbereitung haben würden, dass Kirsten nicht mitkommen würde, dafür aber unser neuer Pastor Valery und ein Mitglied der Gemeindeleitung, Dietrich. Und dass dann auch noch Christian (einer der 3 verbleibenden eigentlichen Mitarbeiter) wegen Projekt-Stress erst am Samstag nachmittag nachkommen könnte.

Aber mal der Reihe nach:
Nachdem wir uns als Ersatz für Kirsten (und falls ich doch noch ausfallen würde) 2 Ersatzmitarbeiter gesichert hatten, ging es dann für mich sehr kurzfristig, durch die Ereignisse um meine Schwiegermama, in die Vorbereitung des Startabends, den Rest haben Christian und Silke dankenswerter Weise übernommen. Montag abend haben wir beschlossen, dass ich doch noch das Samstagvormittag-Thema übernehme, weil Christian damit nicht klar kam, was sich angesichts Christians Projekt-Drucks als eine passende Entscheidung herausstellen sollte.
So versuchten wir also unser Bestes zu geben und starteten mit flauem Gefühl in den Freitag und in dieses Wochenende. Auch wenn die Losung von Freitag (1.Kor. 3, 6)doch Mut gemacht hat. Und es war dann tatsächlich so, dass Gott wirklich das Gedeihen geschenkt hat.

Wir hatten als Thema "Friends" und haben uns im Blick auf Freundschaften mit Kennenlernen ("Speed-Dating" als Kennenlernabend ausprobiert), der Wichtigkeit von Freunden, dem Aufgeben der Eigenrotation um Freunden zu helfen und letztendlich dem Verstehen und Verstanden-werden (oder auch die 5 Sprachen der Liebe) beschäftigt, was auch für mich recht aufschlussreich war: Ich bin ein "Lob & Anerkennung" und "Körperkontakt"-Typ.

Nun waren es die Gespräche und Begegnungen mit den Teenies und schließlich auch deren Feedback, die uns gezeigt haben, dass da Gott am Wirken war. Oder um Bezug auf die genannte Korinther-Stelle zu nehmen: Ich habe gepflanzt, Silke hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben. Anders kann ich mir das alles nicht erklären, thematisch eine absolut runde Sache, Kraftgenerierung wo vorher der K.O. nah war und der zeitweise Ausfall von Christian, der gar nicht mehr (programmtechnisch gesehen) tragisch war.

Und dann am Ende das Lob (wie war das noch mit den 5 Sprachen?) unseres Pastors: Man merkt, dass wir Mitarbeiter Reich Gottes leben, dass wir bei unseren Teenies präsent und sie unser Zentrum sind, für sie Ansprechpartner und Authoritätsperson gleichzeitig sind. Wir würden unsere Arbeit sehr gut machen, er hätte schon ganz anderes erlebt.
Reich Gottes "leben" nicht einfach nur "bauen". WOW zum zweiten...

Und nun bin ich hier und vermisse all das: Unsere Gemeinschaft, die Teenies und Christian und Silke.
Aber zum Glück kommt bald Kirsten aus Hannover wieder, in einer halben Stunde werde ich mich auf den Weg nach Frankfurt machen, um sie am Bahnhof abzuholen.
Darauf freue ich mich noch mehr...

Nun nach dem HR1-Slogan im Titel noch eine kleine Anleihe in der Musik:
"Ich liebe dieses Leben"...

24 September 2007

Dödörödö dödörö...


... naja oder zumindest so ähnlich.
Allerdings war der gute alte Indy nicht dabei, als wir uns am Freitag abend in der Alten Oper zum Konzert von Klassik Radio eingefunden haben.

Ein echtes Erlebnis:
Bisher habe ich es ja schon geliebt, zuhause auf dem Sofa zu sitzen, Klassik Radio anzumachen und bei Filmmusik zu entspannen.
Eine echte Steigerung ist es dann diese live vorgespielt zu bekommen. Wenn man die Musik hört, spürt man förmlich den heißen Wind des wilden Westen, man schmeckt den Tee in einem Zelt in der arabischen Wüste, man sieht die Weiten der afrikanischen Savanne vor sich und man hört die Gremlins gackern und die Orks brüllen...
Da wird Musik erlebbar und man sieht Bilder aus Filmen vor den Augen, die man gar nicht kennt.

Und in der Zugabe durfte dann natürlich auch einer meiner Lieblingsfilme nicht fehlen: Es gab noch den Imperial March auf die Ohren...

22 August 2007

Verdamp lang her...


















... und viel passiert!

Nun wurde ich schon mehrfach von mehreren Seiten angemahnt, dass ich so lange nichts mehr gepostet habe. Also, hier sind nun die neuesten Infos, alles der Reihe nach:

SPRING
SPRING war auch dieses mal ein echtes Erlebnis, von dem ich super viel an Eindrücken und auch an Input mitgenommen habe. Die Highlights waren die Bibelarbeiten von Prof. Dr. Siegfried Zimmer und das geniale Wetter, wie zum Beispiel beim Mittagessen auf dem Berggipfel.
Das war eine richtig gute Zeit um aufzutanken und Gott zu begegnen!

UMZUG
Wir haben Kelkheim verlassen, nicht gemeinde- aber wohnungstechnisch gesehen.
Wir wollten ja schon lange raus aus unserer im Sommer heißen und im Winter kalten "Schimmelbude", haben aber nicht wirklich was gefunden. Während SPRING hat es die Wende gegeben: Damit das Haus der Schwiegereltern bis zu dessen Verkauf nicht leer steht, haben wir unsere Sachen gepackt, die Wohnung gekündigt und wohnen nun im schönen Bad Soden für ein klein wenig mehr Geld, aber dafür auf einem 600 qm großen Grundstück und ich kann endlich alle meine Filme in ordentlicher Lautstärke ohne schlechtes Gewissen den Nachbarn gegenüber wieder schauen.

BU-GoDi
Dann war da noch der BU-Abschluss-Gottesdienst, der für mich ein echtes Highlight war. Unsere BUler, die sich überwiegend auch in unserem TeenKreis tummeln, haben sich gewünscht, dass ich bei Ihrem Abschluss-Gottesdienst predigen sollte. Das war für mich eine Riesenehre (immerhin war der andere zur Wahl stehende Kandidat Bernd Öttinghaus). Allerdings war es dann ziemlich aufregend, als ich da vorne auf der Kanzel stand und dort erst merkte, wie voll die Gemeinde war. Durch zahlreichen familiären Anhang der BUler war es so voll, dass die Leute sogar gestanden haben. Aber Gott hat was draus gemacht, so dass der GoDi eine runde Sache war.

URLAUB
Die letzten 3 Wochen hatte ich Urlaub. Zunächst waren wir 2 Wochen in Portugal und ich habe mir damit meinen langen Traum erfüllt. Das letzte Mal war ich 1999 in diesem Land und seitdem haben Kirsten und ich jedes Jahr gesagt: Aber nächstes Jahr fahren wir endlich nach Portugal. Was aber immer am nötigen Kleingeld scheiterte, denn ein Urlaub (zumindest die Unterkunft) ist sehr teuer dort, was nicht wirklich nachvollziehbar ist.
Jedenfalls haben wir uns am 28.07. in aller Frühe (4:30 Uhr) auf den Weg an den Flughafen gemacht, um dort meine Mutter, meine Schwester und meine beiden Neffen Robin und Luis zu treffen. Mit den Vieren allein wegfahren wollten wir dann auch nicht, also haben wir uns noch den Finn (den Sohn von Kirstens Schwester, 6 Jahre alt, siehe Foto oben) mitgenommen. Alles in allem war es schön, auch wenn die interfamiliären Streitigkeiten unserer Mitreisenden ziemlich anstrengend und nervenaufreibend waren. Aber Meer, Strand & Sonne das gleicht so manches aus!
Wir haben es jedenfalls genossen, morgens und mittags auf dem Balkon mit Blick auf das weite Meer zu essen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen, am Strand Fußball zu spielen oder mit den Jungs in den Wellen zu toben.

Als wir dann pünktlich am ersten Bundesligaspieltag (Robin ist direkt vom Gate ins Stadion gefahren) wieder in FRA gelandet sind, ging es heim und abends wurden wir von lieben Freunden mit einem Kasten Flens und einer Packung goldener Cowboys empfangen.

Die folgenden Tage hatten wir noch Urlaub, es ging an die TeenCamp-Vorbereitung, Kirsten hat am Mittwoch ihre erste Stelle als fertige, staatlich anerkannte Erzieherin angetreten während ich mich auf den Weg nach Weidenhausen zum TeenCamp gemacht habe.

Wir haben zwar nur wenige Teilis gehabt (ca. 29 inkl. Band), aber es war eine besondere, tolle Atmosphäre. Dieses Jahr haben wir das erste Mal den "Outdoor-GoDi" am Samstag abend nicht am berühmt-berüchtigten "Joshua-Tree" sondern am Lagerfeuer gemacht. Ich fand, dass das was hatte, die Teilis leider nicht so...
Dafür hatten wir ein "Zeichen-Erlebnis", denn während des gesamten GoDis ist der Rauch des Feuers kerzengerade in den Himmel gestiegen, so dass keiner Husten musste, es kam keine Unruhe auf. Beim anschließenden Stockbrot war das anders...
Christopher meinte sich an das Brandopfer von Kain erinnert, was Gott wohlgefällig war. Leider steht in dem Text (wie von ihm vermutet) nichts davon, dass der Rauch gerade hochging, aber mir kam das auch sehr bekannt vor... Vielleicht gibt es ja doch so eine Geschichte? Hat da jemand eine Idee?

So, das war es nun fürs Erste, morgen ist wieder Büro angesagt, Deutschland hat gerade England mit 2:1 aus dem (neuen) Wembley-Stadion nach Hause geschickt.

Also dann mal gute N8, liebe Welt!

06 April 2007

UnVerschämt


Auf einen sanften Hinweis eines lieben Freundes aus Südafrika, hab ich gemerkt, dass ich schon seit fast genau einem Vierteljahr nichts mehr gepostet habe.

UNVERSCHÄMTHEIT!

Aber irgendwie haben mich in der letzten Zeit so viele Dinge gebunden: gedanklich, zeitlich oder energiemäßig.
Und ich habe so vieles erlebt, wozu der Kommentar "unverschämt" einfach nur wie die Faust aufs Auge passt.
Aber es ist auch Gutes passiert: wir haben endlich, nach langen Jahren der "Dürre", einen neuen Pastor gefunden: Valery Netzer heißt der Mann und vom einschlägigen Bodenpersonal Gottes hab ich nur Gutes von ihm gehört. Das stimmt mich positiv, genauso wie die Einheit in der Gemeinde in Bezug auf seine Berufung. Auch wenn ich angesichts seiner "Bewerbungspredigt" eher skeptisch und hin- und hergerissen war.
Jetzt freu ich mich, ab Sommer ist es dann soweit!
Ach ja: Und wir sind der Derbysieger 2007! (Soviel als Anspielung auf den letzten Post)

Aber zurück zum Thema "UnVerschämt":
Es geht hierbei natürlich nicht um einen Affront, dem ich mich ausgesetzt sehe (auch wenn ich hierfür 1000 gute Gründe (@Christopher: nach Deiner textlichen Anleihe bei Herbert klaue ich jetzt mal bei den Hosen) hätte, aber hierbei handelt es sich um das Thema von SPRING 2007). Da fahren wir am Montag hin und ich freue mich schon sehr auf die Zeit: Die Berge, Inputs, coole Musik (Echtzeit ist da! Ist nicht für jedermanns Geschmack, aber nach deren Auftritt bei der Jesus Birthday Party in Ffm. bin ich ganz begeistert von denen, die rocken ganz schön das Haus...).
Jedenfalls soll das Thema in die Richtung gehen, wie ich eben meinen Glauben lebe: verschämt oder unverschämt.
Und ich frage mich: Wessen müssen wir uns denn schämen? Jesus? Weil er jemand war, der friedfertig und deutlich zugleich war?
Wohl kaum, eher wie wir mit unserem Glauben und unserem Leben umgehen...
Es gibt so viele Baustellen in meinem Leben, an denen ich lieber der Bauherr bin, anstatt mal den Herrn ranzulassen, der eigentlich eine viel bessere Peilung der Lage hat.
Ach ja, und dann ist da ja noch die Menschenfurcht... Einerseits die Schüchternheit, aufeinander zuzugehen (ich habe mich sehr schwer getan, hier einen Gast aufzunehmen während Kirsten weg ist, es aber aus "schlechtem Gewissen" doch gemacht und heute abend ein sehr fruchtbares Gespräch mit dem Gast gehabt!), auf Fremde zuzugehen (Wieviele fremde Teenies hab ich auf der GU-Freizeit angesprochen? Da brauch ich keine ganze Hand, nicht mal einen Finger zum zählen... Und wie ist das erst mit "Fremden" in der Gemeinde?), bei Kollegen haut das mittlerweile einigermaßen hin und doch bleibt auch da oft das schale Gefühl, dass man doch noch etwas mehr hätte sagen können...

Nun ja, ich freue mich jedenfalls auf die Zeit und hoffe, dass Gott mir begegnet, zu mir spricht und dass wir einfach mal in dem ganzen Job-Gemeinde-GJW-Stress zur Ruhe kommen.

Ich werde berichten, stay tuned and be blessed!

"And once again I think upon the cross where you died, I'm humbled by your mercy and I'm broken inside. Once again I thank you, once again I pour out my life!"

08 Januar 2007

In der Höhle des Löwen...


Musste das so kommen?
Und dann auch noch auswärts, in der Höhle des Löwen? Da kriegt man ja nicht mal Karten für, zumindest als Frankfurter, es sei denn man geht inkognito hin, aber dann darf man sich ja nicht mal freuen, wenn die Gastmannschaft ein Tor schießt. Zumindest nicht, wenn man den Ort lebend verlassen möchte.
Nun ja, jetzt steht es fest, die Eintracht muss im Viertelfinale des DFB-Pokals den Bieberer Berg bezwingen...
Dabei wäre das doch ein echt schönes Pokalfinale gewesen: 60.000 Hessen treffen sich in der Hauptstadt, die A5, A4 und A2 sind komplett dicht vor lauter Autos mit den Kennzeichen F, OF, MTK, HU, HG, GG, GI, MR, FB etc.

Naja, dann bleibt mir nur noch die Hoffnung, dass eine Übertragung im Fernsehen stattfindet...

Obwohl ich ja an den Bieberer Berg nur positive Erinnerungen habe:
1996 vor der EM in England habe ich dort die Nationalmannschaft gegen eine jugendliche Hessenauswahl gewinnen sehen und anno 2003 war Herbert dort zu Gast, das war ein denkwürdiger Abend.
Und hat nicht eine gewisse Eintracht aus Frankfurt im selben Jahr in der ersten Pokalrunde im Elfmeterschießen dort gewonnen???

Naja, bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt.
Daniel hat auch die Löwenhöhle, äh... -grube, überlebt...