29 Oktober 2006

"Eine bedingte Unterstützung ist wie verdorbener Zement, der nicht bindet." (M. Gandhi)



Nun ja, das war meine Form der Unterstützung, die ich meiner Frau für eine ihrer Praktikumsarbeiten zukommen lassen konnte. Mein erstes Soziogramm!!!

Allerdings war es in gewisser Weise eine bedingte Unterstützung, denn das Soziogramm ist inhaltlich nicht auf meinem Mist gewachsen, ich habe nur die grafische Umsetzung in die Hand genommen (soviel nur zur Info, weil ich mich nicht mit fremden Federn schmücken will). Also hoffe ich mal, dass es nicht wie eine bedingte Unterstützung zählt, wenn man sich die sprichwörtliche Folge daraus anschaut...

Aber als ich mir diese ganze Sache einmal angeschaut habe, dann ist das doch eine ziemlich spannende Angelegenheit, so ein Soziogramm:
Ohne die Gruppe wirklich zu kennen, kann man aus den ganzen Pfeilen und den (räumlichen) Positionen der einzelnen zueinander, sehr viel rauslesen.
Ich habe mal so etwas ähnliches in einem Seminar, das ich von meinem Arbeitgeber aus besuchen durfte, kennengelernt:
Es ging um Beratungsfälle in der Praxis und man sollte problematische Situationen aus seinem praktischen Alltag darstellen. Diese Darstellung wurde dann analysiert, um daraus für zukünftige Situationen Erkenntnisse abzuleiten.
Und für die Analyse sollte man sich dann im Raum positionieren und die Mitteilnehmer haben dann die jeweiligen Kollegen bzw. Vorgesetzten dargestellt.

Ich fand das ziemlich interessant, erst hab ich das für totalen Humbug gehalten, aber nach und nach sind da den Leuten (wie auch mir) reihenweise die Erkenntnisse wie Schuppen von den Augen gefallen...
Teilweise sind bei den Leuten dann auch richtig Tränen geflossen, wo man eine ziemliche Betroffenheit feststellen konnte. Ebenso unheimlich wie interessant, faszinierend...

Tja, und an solche Dinge erinnert man sich dann wenn man ein Soziogramm zeichnen darf.

26 Oktober 2006

Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose...



Diese elenden Unentschieden...
Nur um es mal aufzulisten:
Schalke:SGE 1:1
SGE:Wolfsburg 0:0
Mainz:SGE 1:1
Stuttgart:SGE 1:1
SGE:HSV 2:2
Hannover:SGE 1:1

Bis auf die (ergebnistechnischen) Lichtblicke gegen Leverkusen in der Liga, gegen Siegen im Pokal und gegen Bröndby im UEFA-Cup war das doch alles nicht sehr zum Jubeln ausgerichtet...
Es waren eher immer Gefühlsachterbahnfahrten.
Ganz besonders in der letzten Woche, da habe ich 2 Spiele live gesehen: gegen Palermo (1:2 verloren) und gegen Nürnberg (2:2). In beiden Spielen 1:0 geführt, in beiden Spielen die bessere Mannschaft und es hat doch nicht zum Sieg gereicht, die viel zitierten "individuellen Fehler" haben einen verdienten Erfolg zunichte gemacht...
Im einen Moment noch himmelhochjauchzend und im nächsten zu Tode betrübt.

Und irgendwie gibt es doch im Leben auch immer wieder diese Zeiten, in denen man total durchhängt, weil alles so gut begonnen hat und plötzlich stolpert man über die Knüppel zwischen den Beinen. Oder in denen es einfach nicht vorwärts geht, man spielt gut und bleibt doch immer auf dem gleichen Tabellenplatz (um mal in dem Fußball-Bild zu bleiben).

Doch was hilft?
Ich denke es gibt zwei Methoden, damit umzugehen (die man durchaus auch kombinieren kann und sollte):
1.) Irgendwann geht es wieder aufwärts, jedes Tal hat eine Sohle...
2.) Überlege Dir, was Dich weiterbringt: Das halbleere Glas oder das halbvolle Glas zu sehen? (Achtung: rhetorische Frage!)

Nun ja, da tut es jedenfalls gut, zu hören, dass "wir" gestern in Essen gewonnen haben, es geht aufwärts...
Zumindest bis zum Spiel am Samstag in München...

Übrigens: das Positive an dem 2:2 gegen Nürnberg war auf jeden Fall die Gaudi im Stadion und das Gefühl einen 5-jährigen Jungen (meinen Neffen, der zum ersten Mal im Stadion ein Fußballspiel gesehen hat) glücklich gemacht zu haben...

15 Oktober 2006

Back to Life


Tja, ist ne Weile her, das ich mich das letzte Mal hier gemeldet habe...
Aber es ist auch eine Menge passiert, nachdem ich erfolglos versucht habe Eintrittskarten für das UEFA-Cup-Spiel gegen Newcastle zu ergattern und wir einen lieben Freund in die ferne, weite Welt verabschiedet haben, hat sich mal mein Körper zu Wort gemeldet und mich mal eben für eine Woche ans Bett gefesselt.
Und ich dachte noch, dass es sehr erstaunlich ist, ich bin dieses Jahr noch nicht einen kompletten Tag krank(-gemeldet) gewesen und das obwohl Kirsten seit Wochen rumschnieft und sich gegen die Bakterien und Viren (nicht Karius und Baktus!) zu wehren versucht und mir gehts blendend. Pustekuchen!!!

Nun ja, jetzt hatte ich eine Woche Auszeit, die ich mit meiner Packung Grippostad C (siehe oben), unserem Sofa, meinem Buch "Die Löwen" und meiner DVD-Box "Band of Brothers" verbracht habe.
Wieder mal eine Woche, in der ich genug Zeit hatte, mal einen Teil davon auch mit Gott zu verbringen und es mal wieder völlig verpeilt habe, hatte ja auch so viel zu tun: schlafen, lesen, schlafen, fernsehen, schlafen, ...

Heute haben wir eine Predigt zu dem Thema "Nur die Liebe zählt" gehört, in der es um unsere Liebe zu Gott ging. Unter anderem ging es eben auch darum, dass wenn man jemanden liebt, auch gern mit demjenigen viel Zeit verbringt. Das kennt ja jeder, kaum ist man frisch verliebt, so will man den anderen jede Sekunde um sich rum haben.

Und da fühlte ich mich mal wieder so sehr ertappt:
Ist meine Liebe zu Gott so "Alltag", dass ich es einfach nicht schaffe, mich mal mehr um ihn, als mich um jede andere ach so wichtige Kleinigkeit oder um moich selbst zu drehen? Wo liegen für mich wirklich die Prioritäten?

Zeit, mal wieder darüber nachzudenken...
Zeit, dass sich was dreht...