23 September 2006

In die Gemeinde gegangen und Gott getroffen...


Schon mal eine Fußwaschung mitgemacht?

Ich fand das sehr interessant, hab da eine sehr intensive Gotteserfahrung gemacht und das obwohl ich doch eher gar keine Lust auf die Veranstaltung hatte. Aber sind das nicht meistens die besten Zeiten, die Momente von denen wir gar nichts erwarten?
Z.B. die Party, auf die man so gar keinen Bock hat, ist dann doch oftmals doch richtig cool...

Naja, jedenfalls hatte ich auf das Gemeindeforum nicht so wirklich Lust, aber das Pflichtgefühl hat gesiegt und das obwohl ich einen Arena-Fußball-Nachmittag mit meinem ältesten besten Freund, der eigentlich weit weg wohnt als Alternative gehabt hätte...

Nun denn: Nachdem wir eine sehr intensive Zeit hatten, um Gott zu begegnen und zu beten, wurde mir angeboten, mir die Füße waschen zu lassen. Damit tue ich mich an sich schon schwer, nämlich dass jemand anderes mir "dient". Aber ich dachte mir, ich lass mich mal drauf ein und es war richtig cool. Zunächst mal im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Wasser war mittlerweile "eiskalt".
Aber was danach kam, hätte mir die Schuhe ausgezogen, wenn ich noch welche angehabt hätte: Die Person, die mir die Füße gewaschen hatte, betete plötzlich für mich (was an sich nicht so ungewöhnlich ist) und zwar genau das, was mich die ganze Zeit vorher gedanklich bewegt hat.
Das war für mich der Oberhammer, denn die Person konnte absolut nichts davon wissen!

Und auch ansonsten hat sich in dieser Zeit total viel ereignet: Leute die sich eher "feindlich" gegenüberstanden haben sich plötzlich ebenfalls voreinander "erniedrigt" und dem Anderen die Füße gewaschen, sich um Vergebung gebeten und einander minutenlang weinend in den Armen gelegen. Und zwar "gestandene" Männer, die sonst nicht viel Emotionen zeigen. Oder die sich mit "geistlichen" Dingen eher schwer tun, haben Eindrücke an andere weitergegeben.

Kurzum: es hat sich ne Menge gedreht und mich hat diese Zeit so sehr bewegt, dass ich mich danach nicht auf die folgenden Gemeindeleitungsstruktur-Gespräche nicht einlassen konnte und mich erstmal zurückgezogen habe. Aber das fand ich auch nicht so schlimm.
Es hat einfach gut getan, zu merken, dass man sich in Gottes Nähe befindet oder um es mal fromm auszudrücken: zu seinen Füßen zu sitzen.

Was außer diesen Eindrücken bleibt, ist mal wieder die Erfahrung, dass gerade wenn man nix erwartet, sich doch eine Menge bewegen kann...

21 September 2006

Schmerz lass nach...

So, heute ist der dritte Tag, an dem mich Kopfschmerzen plagen...
Aspirin hat versagt, Paracetamol genauso, aber es gibt ja noch die netten verschreibungspflichtigen Schmerzhemmer und siehe da: es geht mir wieder besser!
Also kann man den ersten Satz getrost ins Präteritum versetzen:
So, heute ist der dritte Tag, an dem mich Kopfschmerzen plagten...

Man darf sich nur nicht den "Waschzettel" durchlesen, da stand was von wegen zur Bekämpfung von Schmerzen nach Operationen oder von Tumorschmerzen...
Hm, das stimmt dann schon nachdenklich.
Aber das ist immer noch besser, als den ganzen Tag wie ein Schluck Wasser in der Kurve rumzuhängen...

Da bleibt die Frage nach der Ursache der Kopfschmerzen...
Vielleicht hängt es ja wirklich mit der Rechtschreibung im GJW-Gästebuch zusammen...???

Keine Ahnung...
Völlisch egal!

19 September 2006

Nichts ist ernst außer der Leidenschaft. (Oscar Wilde)

Nach einer lebhaften Diskussion heute, hab ich mir ein paar Gedanken zum Thema "Leidenschaft" gemacht. Es gibt ein englisches Sprichwort, das besagt: Das Ende der Leidenschaft ist der Anfang der Reue.
Wenn ich das mal auf die Diskussion von heute beziehe, dann stimmt das: Als die Leidenschaft in diesem, sagen wir mal: Streitgespräch so langsam abebbte, da kam eine gewisse Reue hoch, doch über das Ziel hinausgeschossen zu sein und sich im Endeffekt selbst in einer Rolle verstrickt zu haben, aus der ich nur noch schwer rauskam...
Erst mit Abstand, also quasi leidenschaftslos, hat das geklappt...

Das ist so ähnlich wie im Fußballstadion, vor Ort unterstellt man dem Schiri, dass er mindestens einen Phaeton hingestellt bekommen hat (viele Grüße an dieser Stelle an Tom!) und wenn man zuhause angekommen ist, das Ganze vielleicht noch im TV gesehen hat, dann war das dann doch (überwiegend...) o.k.

Und nicht umsonst steckt da ja auch noch das Wort "Leiden" mit drin, denn oftmals geht es dann "bis einer weint"...
Aber das führt jetzt für heute zu weit...

18 September 2006

So, nun ist es soweit:
Ich bin in der Welt der Blogs angekommen...

Ich bin jetzt mal gespannt, wie sich das Ganze entwickelt: wie oft ich mir die Muße nehme, um meine Ansichten zu verbreiten und wie lange ich das so "durchhalte".

Mein erster Gedanke, den ich nun in die Weiten des Internets schicke ist eine Sache, die mich seit Ende der letzten Woche beschäftigt:
Wir versuchen für ein ehrenamtliches Engagement, bei dem wir Spenden für ein Projekt, einen sogenannten "Guten Zweck", sammeln wollen, in einer deutschen Großstadt bei einem Großunternehmen einen großen öffentlichen Raum zu bekommen. Den könnten wir haben, aber nur gegen 3.500 EUR bar auf die Kralle...
Gesponsert wird nicht, weil "man" inhaltliche Neutralität wahren muss, kann ich ja auch nachvollziehen.

Für mich ist es nur schwer nachvollziehbar, dass das selbe Unternehmen auch Sportvereine massiv unterstützt, da muss man anscheinend keine "inhaltliche Neutralität" wahren...

Nun denn so ist es nun mal: Nicht alles ist nachvollziehbar, genauso wie die Manager von Siemens sich die Gehälter erhöhen "müssen", um nicht hinter den anderen Managern hinterher zu hinken, und gleichzeitig der Belegschaft die Gehälter kürzen...

Unsere Welt ist schon irgendwie komisch...